Diese entzückenden fliegenden Beuteltiere sollen zwei verschiedene Arten sein

Große fliegende Phalanxen sind Beuteltiere, die Teddybären ähneln. Neue morphologische und genetische Daten stützen die Hypothese, dass nach den australischen Bränden im letzten Jahr möglicherweise nicht eine, sondern drei Arten dieser entzückenden Tiere bedroht sind.

Bei den Bränden in Australien, die schätzungsweise 97.000 km2 zerstören, haben Millionen von Tieren gesehen, wie ihre Lebensräume niedergebrannt sind. Der Erhaltungszustand dieser Arten änderte sich schnell. Diejenigen, die sich zuvor vermehrt haben, sind heute vom Aussterben bedroht.

Dies ist der Fall bei Petauroides volans oder der großen fliegenden Phalanx, dem einzigen Mitglied der Gattung Petauroides. Dieses Baumbeuteltier, das wie ein Plüschtier aussieht, lebt in den Eukalyptuswäldern der australischen Kordilleren, die sich von Nord-Queensland bis Süd-Victoria erstrecken. Es gibt zwei Unterarten von P. volans, P. volans minor (im Norden) und P. volans volans (im Süden).

Einige Wissenschaftler glauben jedoch, dass es sich tatsächlich um drei verschiedene Arten handelt. Eine Hypothese, die unter Beuteltierspezialisten immer noch heiß diskutiert wird, insbesondere wegen des Mangels an genetischen Daten. Wissenschaftler der James Cook University in Cairns und der Australian National University in Canberra haben das Thema direkt aufgegriffen. Ihre Ergebnisse stützen die Hypothese, dass es tatsächlich drei verschiedene Arten dieser plüschig aussehenden Beuteltiere gibt.

Drei Arten statt einer?

Die Wissenschaftler analysierten 56 Erwachsene aus drei verschiedenen geografischen Regionen: dem Norden, dem Zentrum und dem Süden der australischen Kordilleren. Sie verglichen verschiedene morphologische Kriterien (Länge des Körpers, des Kopfes, der Ohren usw.) zwischen den drei Gruppen.

Diese Kriterien unterscheiden sich alle signifikant zwischen den nördlichen und zentralen Beuteltieren, mit Ausnahme der Körperlänge. Zwischen südlichen und zentralen Individuen unterscheiden sich nur die Länge und Breite der Ohren nicht signifikant. Die großen nördlichen fliegenden Phalanxen sind die kleinsten und die südlichen die größten.

Die Mäntel haben auch unterschiedliche Muster: Die großen fliegenden Phalanxen, die im Zentrum der australischen Kordilleren leben, haben einen silberbraunen Rücken und ein dunkles Gesicht. Tiere aus dem Norden sind braun mit hellem Bauch und Tiere aus dem Süden können schwarz mit hellem Bauch oder grau mit hellem Bauch sein.

Die genetische Analyse unterstützt die beobachteten morphologischen Unterschiede. Wissenschaftler haben festgestellt, dass die großen fliegenden Phalanxen des zentralen Ortes etwa 20% genetische Unterschiede zum südlichen Ort und 33,7% zum nördlichen Ort aufweisen.

Wissenschaftler wissen, dass diese genetischen Analysen allein nicht nachweisen können, dass es tatsächlich drei Arten von Petauroiden gibt, sondern die ersten genetischen Daten darstellen, die diese Hypothese stützen.